Landesverband für Pflege- und Adoptiveltern in Sachsen-Anhalt e.V.

Der Landesverband wurde am15.5.1997 in Egeln gegründet und ist ein Zusammenschluss von Pflege- und Adoptiveltern. Wir sind als gemeinnützig anerkannt und arbeiten ausschließlich ehrenamtlich.

Wir sind:

  • die politische Interessenvertretung der Pflege- und Adoptivfamilien in Sachsen -Anhalt.
  • Träger der freien Jugendhilfe,
  • Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien -(BAG KiAP e.V.)
  • Mitglied im Verband Anwalt des Kindes – Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. – VAK
  • engagieren uns in der Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände  – LAGF
  • und im Bündnis für Familien

Unsere Aufgabe sehen wir:

  • in der Beratung, Unterstützung und Weiterbildung der Pflege- und Adoptiveltern
  • im Einsatz für Kinder die vorübergehend oder auf Dauer nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können um ihnen eine neue Chance auf familiäre Geborgenheit  zu bieten
  • in der immer besseren Vorbereitung zukünftiger Pflege- und Adoptiveltern  auf das Zusammenleben mit den ihnen anvertrauten Kindern
  • in der Unterstützung und Vernetzung der regionalen Pflege- und Adoptivelternvereine und Gruppen
  • in den Bemühungen um ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Pflegeeltern und Jugendämtern
  • in der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Situation von Pflegekindern und Pflegeeltern

Wir fordern:

  • Die gemeinsamen Forderungen zur Verbesserung des Kinderschutzes von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien (KiAP), in welcher wir Mitglied sind und der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes und der „Arbeitsgemeinschaft für Sozialberatung und Psychotherapie“ (AGSP) sind Arbeitsgrundlage des LV.
  • Der Vorrang des Kindeswohl vor dem Elternrecht muss vom Gesetzgeber deutlicher formuliert werden.
  • Der Kinderschutz muss gesetzlich stärker abgesichert werden, evtl. durch ein eigenständiges Kinderschutzgesetz.
  • Die Jugendämter und Familiengerichte sollten bei der Abwägung zwischen Kindeswohl und Elternrecht die Bedeutung tief greifender, seelischer Traumatisierungen stärker beachten.
  • Wenn ein Kind von den Eltern vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht wurde und sie nach Beratung ihr Fehlverhalten fortsetzen, ist ihnen das Sorgerecht unverzüglich zu
  • entziehen.
  • Wenn wegen Vernachlässigung, Misshandlung oder Missbrauch die Herausnahme des Kindes indiziert ist, sollte sie zügiger als bisher üblich durchgeführt werden.
  • Kinder, die wegen Vernachlässigung, Misshandlung oder Missbrauch in Familien oder Heimen untergebracht wurden, sollten nur nach gründlicher Risikoabschätzung Kontakte zu
  • ihren Herkunftseltern unterhalten.
  • Kinder, die sich gegen Besuch zur Wehr setzen, dürfen dazu nicht gezwungen werden.
  • Die Rückführung von Heim- und Pflegekindern in die Herkunftsfamilie sollte nur nach sorgfältiger fachkundiger Überprüfung der damit verbundenen Risiken vorgenommen
  • werden.
  • Als Regelfall muss ein dauerhafter Verbleib in Pflege- und Erziehungsstellenfamilien nach Ablauf des in § 37 KJHG bezeichneten Zeitraums rechtlich abgesichert werde; nach Ablauf dieses Zeitraums kann eine Rückführung nur noch als Ausnahmefall in Betracht kommen.
  • Pflege- und Erziehungsstelleneltern müssen in sorgerechtlichen und umgangsrechtlichen Verfahren, die ihr Pflegekind betreffen, den Beteiligungsstatus und ein eigenständiges Beschwerderecht erhalten.
  • Die kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen sollten obligatorisch sein.
  • Die Verträge für Dauerpflegeverhältnisse sollten langfristig abgeschlossen werden und Planungssicherheit gewährleisten.
  • Über die Auswirkungen der Rückführungen von Pflege- und Heimkindern in ihre Herkunftsfamilien sollten wissenschaftlich qualifizierte Untersuchungen durchgeführt werden.
  • Die gerichtlichen Sorgerechtsverfahren sind unter Berücksichtigung kindlicher Zeitperspektiven und Bindungsbedürfnisse so zu befristen und zu beschleunigen, dass den Kindern keine zusätzlichen physischen und psychischen Schädigungen zugefügt werden.
  • Kinder die nicht die Möglichkeit haben, in der eigenen Familie aufzuwachsen, bedürfen einer besonderen Hilfe. Auf Grund ihrer eigenen Biographie erlebten sie wenigstens eine, in vielen Fällen jedoch mehrmalige Trennungen, müssen Beziehungsabbrüche verkraften und traumatische Erlebnisse auf – und verarbeiten.
  • Hier benötigen die KINDER, die aufnehmenden Familien, aber auch die Herkunftsfamilien besondere Begleitung, Unterstützung und Beratung, um diesen besonderen Anforderungen gerecht zu werden.

Wenn Sie mehr über uns erfahren möchten, besuchen Sie uns auf unserer Homepage: HIER

 


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